Alle Chili-Pflanzen aus der Chili-Werkstatt werden sorgfältig und mit viel Leidenschaft bei unseren langjährigen Chili-Gärtnern in Wien groß gezogen.
Eines gleich zu Beginn: Wir holen unsere Chili-Jung-Pflanzen immer erst dann aus dem schützenden Glashaus, wenn sie stabil und kräftig genug sind. Wann das der Fall ist, entscheidet die Natur. Damit verlassen alle Pflänzchen die Chili-Werkstatt immer in bester Verfassung.
Holst du sie von uns ab, ersparst du ihnen Stress und Unbehagen. Ist der Versand nicht vermeidbar, müssen sie einen mehr oder weniger anstrengenden Pakettransport überstehen. Es wäre also kein Wunder, wenn sie beim Eintreffen bei dir den Kopf hängen lassen, das eine oder andere Blatt am Weg verloren haben oder sich die Erde rund um die Wurzeln abgelöst hat. Das ist kein Weltuntergang. Mit deiner Pflege ist schon demnächst wieder alles gut.
Was du nun zu Hause tun sollst?
- Entferne das Verpackungsmaterial, entsorge abgefallene Blätter oder abgeknickte Ästchen (gilt vor allem für Versand-Pflanzen)
- Topfe deine Pflanze in einen größeren Topf um (optimal sind 30 cm Durchmesser und Tiefe; Naturmaterialien sind optional, Ablauflöcher im Boden des Topfes ein Muss)
- Befülle den Topf mit frischer Erde, löse das Jungpflänzchen samt Erdballen aus dem Anzuchttopf und platziere es mittig darauf. Fülle mit noch mehr Erde auf und drücke diese leicht fest.
- Nutze dazu am besten torffreie Qualitätserde für Nachtschattengewächse, Kräuter oder Gemüse- bzw. Tomatenpflanzen. Diese gibt’s im Gartenbedarf oder der Gartenabteilung von Baumärkten.
- Jetzt gib noch etwas Dünger oben drauf. Am besten geeignet: Dünger für Kräuter, Nachtschattengewächse, Gemüse- oder Tomatenpflanzen, aber auch Horngrieß, Hühner- oder Pferdemist bzw. Brennnesseljauche (Vorsicht: Geruch!).
- Gieße nun gut an, damit die Verwurzelung starten kann. Denn Chili-Jungpflanzen wollen jetzt nur eines: Wachsen, wachsen, wachsen. Da zählt jeder Tag.
- Stelle deine Pflanzen an einen hellen Platz hinter dem Fenster und gewöhne sie dort langsam an das Licht, die zunehmende Sonne, etc. und gib ihr Zeit zur Erholung.
- An warmen Tagen kannst du deinen Liebling stundenweise outdoor sonnenbaden lassen. Dauerhaft ins Freie soll deine Chili frühestens in der zweiten Mai-Hälfte bzw. dann, wenn die Temperaturen nicht mehr unter 15 Grad fallen (gilt auch für die Nacht!).
- Ist die Schönwettersaison da, entscheidest du über den Ort des weiteren Anbaus. Du kannst deine Chili weiter herinnen im Topf kultivieren oder diesen einfach nur „hinaus“ stellen (Balkon, Terrasse), du kannst sie genauso in ein Hochbeet oder in den Garten umpflanzen (dafür wie oben beim Umtopfen beschrieben vorgehen, nur jetzt eben mit einem größeren Erdballen und einem bereits dichteren Wurzelwerk).
- Bedenke: Je weniger Verwurzelungsmöglichkeit deine Pflanze hat (z.B. in einem engen Topf oder schmalen Blumenkisterl), desto kleiner wird dein Ertrag sein. Aber: möglich ist die Topfkultivierung in jedem Fall. Und zwei Vorteile hat sie auch: Bei einer Kaltfront oder Schlechtwetter mitten im Sommer, kannst du einen Topf eher mal wo unterstellen (Pflanzen im Hochbeet oder Garten sind da auf Gedeih und Verderb „ausgeliefert“). Außerdem kannst du eine Chili im Topf nach der letzten Ernte im Herbst drinnen überwintern – wenn du magst. Alles, was fix draußen ist, ist mit dem Eintreffen winterlicher Temperaturen kaputt.
Sonst noch?
- Chili-Jungpflanzen dürfen niemals austrocknen, mögen aber auch Staunässe nicht. Achte beim Gießen daher immer auf das richtige Maß. Sobald an deiner Pflanze Früchte baumeln, kannst du sparsamer mit der Wasserversorgung sein und deine Pflanze schon mal „stressen“. Denn erst dann haut sie so richtig Schärfe, Geschmack und Aroma raus.
- Damit Chilis Früchte ausprägen, müssen die Blüten bestäubt werden. Steht deine Chili outdoor, erledigt das die Natur. Bei Indoor-Kultivierung kannst du durch geöffnete Fenster dafür sorgen, dass Bienen & Co. herbeisurren. Passiert das nicht, musst du mit einem Pinsel selbst nachhelfen.
- Dünger ist im Saisonverlauf übrigens immer wieder mal angesagt, wenn deine Pflanze „Stressmomente“ aushalten muss und damit einen höheren Nährstoffbedarf hat. Wie z.B. gleich bei ihrem Einzug bei dir (samt dem Umtopfen), bei sonstigen Ortswechseln, beim Auspflanzen oder auch bei längeren Hitze-, Regen- oder Kälteperioden.
- Die erste Blüte („Königsblüte“) deiner Pflanze solltest du – so schwer es fällt – abrupfen. Das regt sie zu stärkerem Wachstum an. Auch die ersten Früchte solltest du nicht zu lange hängen lassen, sondern eher grün und unreif ernten. Dann kapiert deine Pflanze, „dass sie weitertun soll“. Damit sie uns nicht noch faul wird! 😉
- Last, but not least: Auch wenn du uns für verrückt erklärst – wir sprechen mit unseren Chilipflanzen. Sie sind Lebewesen und Zuneigung kann da niemals schaden! Probier es aus und lass uns wissen, ob es geholfen hat! 😊
Kurz gefasst: Was mögen deine Chili-Pflanzen also?
- viel Luft (aber bitte windgeschützt)
- Tageslicht
- anfangs Halbschatten, später, nach einer Gewöhnungsphase, auch direkte Sonne
- Wärme (aber keine glühende Hitze)
- regelmäßig Wasser (Staunässe vermeiden)
- viel Liebe
So, und nun wünschen wir dir viel Spaß beim Chili-Pflanzeln!
Simone & Klaus aus der Chili-Werkstatt




